Ganztagsschule "Johannes Gutenberg" Wolmirstedt
Schulversuch

"Schulerfolg durch praxisorientiertes Lernen an der Sekundarschule"

Die Teilnahme am Schulversuch "Schulerfolg durch praxisorientiertes Lernen an der Sekundarschule" soll das erfolgreiche Lernen der Schüler in der Schule durch ein umfassenderes fachübergreifendes / fächerverbindendes und praxisorientiertes Lehren und Lernen fördern und nachweisbar zu besseren Ergebnissen führen.

Im Schuljahr 2009/2010 möchten wir in der Versuchsklasse 7a durch eine modifizierte Übernahme einzelner Elemente des „Produktiven Lernens“ neue Wege zur Verbesserung der Lehr- und Lernkultur erproben, evaluieren und dokumentieren. Die planmäßige Implementierung positiver Erfahrungen der Versuchsklasse in den Regelbetrieb der Schule soll die Wirksamkeit der pädagogischen Arbeit zuerst auf Klassenstufenbasis und nachfolgend aufwachsend für die gesamte Schule verbessern.

Schwerpunkt im ersten Versuchsjahr wird das Gestaltungsfeld „Erfolgreiches Lernen der Schülerinnen und Schüler durch Individualisierung von Lernprozessen“ sein. Die Gestaltungsfelder „Veränderte Rolle der Lehrerinnen und Lehrer bei der Gestaltung von Lernprozessen“ und „Veränderung von Lernprozessen durch Maßnahmen der Öffnung der Schule und schulübergreifende Netzwerksarbeit“ werden zwar von Beginn an bedeutend sein, sollen aber in den nachfolgenden 2 Versuchsjahren vertiefend erprobt, evaluiert und dokumentiert werden.

Ausgehend von den positiven Erfahrungen im „Produktiven Lernen“ werden die Fachlehrerinnen und Fachlehrer der Klasse 7a, unter Beachtung der rechtlichen Bestimmungen im Regelsystem, bis zum Ende der Vorbereitungswoche in den jeweiligen Stoffverteilungsplänen verbindlich erste fächerübergreifende/ fächerverbindende Vereinbarungen unter Einbeziehung von Kooperationspartnern aus verschiedenen Lebensbereichen treffen. Diese Stoffverteilungspläne werden nach einem gemeinsam zu erstellenden Plan weiterentwickelt. Gleichzeitig treffen die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer verbindliche Vereinbarungen zum eigenverantwortlichen und selbstgesteuerten Lernen und zur Präsentation der Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler vor den Eltern, in der Lerngruppe, in der Klasse und in der Schule. Die Vereinbarungen werden nachfolgend am ersten Unterrichtstag mit den Schülern abgestimmt und gegebenenfalls verändert bzw. ergänzt. Alle Festlegungen und Vereinbarungen sind danach auf dem Schulserver für alle Lehrerinnen und Lehrer einzusehen.

Während in der 7. Klasse die Findung und Festigung der Interessen und Neigungen im Vordergrund steht, wird in den nachfolgenden Jahren der Kompetenzerwerb zunehmend stärker mit beruflichen Perspektiven verbunden. In Kooperation mit Partnern der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens möchten wir lebensbezogene und berufsbezogene Werkstätten an der Schule einrichten und nachfolgend Betriebe und Einrichtungen als praxisorientierte Lernorte nutzen.

Zur erfolgsorientierten Unterstützung wird ein zielführender Fortbildungsbedarf erarbeitet. Alle im Antrag fixierten Festlegungen und Vereinbarungen sind für den Beginn verbindlich, im laufenden Prozess im Sinne einer lernenden Schule mit Begründung auf der Grundlage praktischer Erfahrungen aber veränderbar.

Mit einer Teilnahme am Schulversuch versprechen wir uns eine nachhaltige Weiterentwicklung der Lehr- und Lernkultur an unserer Schule, die zu stabilen und besseren Lernergebnissen und Schulabschlüssen führt.

Die personellen Voraussetzungen zur Umsetzung des Schulversuches sind an der Schule gegeben.

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