Ganztagsschule "Johannes Gutenberg" Wolmirstedt
Willkommen

    Unser Flashmob zur Gründung der "Deutschen Schulakademie"

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und an Schule Interessierte,

ein langgehegter Wunsch wurde am 24.01.2015 Realität: Unsere „Berufs- und Studienorientierten Werkstätten“ wurden nun offiziell eröffnet. Ich freue mich sehr, dass wir mit vielen Kooperationspartnern unsere Schülerinnen und Schüler besser auf das Leben vorbereiten können.

Als wir 2010 auf einer Ideenkonferenz mit Vertretern verschiedener Professionen erste Überlegungen anstellten, gab es den Begriff „Industrie 4.0“ noch nicht. Die Bezeichnung „Industrie 4.0“ (Zukunftsprojekt der deutschen Bundesregierung) soll die vierte industrielle Revolution zum Ausdruck bringen. Kernpunkte in diesem Programm sind: Starke Individualisierung, flexibilisierte Produktion und Automatisierungstechnik. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser pädagogisches Konzept und nun auch die Werkstätten diese Entwicklungsrichtung in unserer Schule zukunftsorientiert abbilden. Die Dimension dieses Zukunftsprojektes wird besonders deutlich, wenn man kurz zurückblickt: Die erste industrielle Revolution war die Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft, die Zweite die Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie und die Dritte die „Digitale Revolution“.

Es ist aber auch ein zweiter Blick auf die Ausbildung und das Studium lohnend: Jeder dritte Bachelorstudierende an einer Universität bricht sein Studium vorzeitig ab, in den Technik- und Ingenieurwissenschaften sind es 48 %. Die Ausbildung beendet mehr als jeder vierte Lehrling, im Hotel- und Gaststättenwesen sind es über 50% nicht. Eine Vertragslösung in der Ausbildung verursacht Nettokosten in Höhe von 6.826 Euro, die Nachfolgekosten durch fehlende Fachleute sind wahrscheinlich für uns alle deutlich größer.

Die Absolventen der Gemeinschaftsschule „J. Gutenberg“ werden mit Hilfe der Werkstätten besser auf die Ausbildung und das Studium vorbereitet. Der Individualisierte Unterricht erfolgt fächerübergreifend auf den Ebenen der Grundanforderung (z.B. gesunde Ernährung, Legorobotik), Regelanforderung (Bionik, Elektrik, Automatisierung) und erweiterten Anforderung (Forschung – Licht und Vitamine). In der Schule nennen wir das dann verbindliche Grundkurse für alle Schülerinnen und Schüler, wahlfreie Erweiterungskurse und freie Leistungskurse.

Besonderen Dank möchten wir unseren Unterstützern im Landratsamt (Herr Schulze, Frau Kersting, Frau Brambach), im Landesschulamt (Frau Haase, Herr Zimmermann), im Kultusministerium (Herr Hübner), im Finanzministerium und in der Investitionsbank sagen. Kooperationspartner wie Kali und Salz (Herr Riechmann), die O.-v.-Guericke Universität (Prof. Bünning, Frau Ilgenstein) oder Auerbachs Mühle (Frau Pankonin) haben uns viele wertvolle Tipps gegeben. Der Dank gebührt gleichermaßen dem Planungsbüro König und den vielen fleißigen Bauarbeitern.

Was wäre ein Leben ohne Herausforderungen. Sie gehören zum Leben. Daher ist es so wichtig für uns alle, neben den täglichen Routineaufgaben immer eine oder mehrere Herausforderungen zu haben, die unserem Leben einen tieferen Sinn verleihen und an denen man wachsen kann. Wir wachsen mit unseren zukunftsorientierten Werkstätten.

Nur noch ein paar Tage, dann ist es soweit: Alle Schülerinnen und Schüler bekommen die Zwischenzeugnisse als Beleg für die erreichten Ergebnisse im ersten Halbjahr. Viele Kinder und Jugendliche werden stolz auf das Erreichte sein. Aber wie jedes Jahr werden nicht alle Erwartungen erfüllt. Liebe Eltern! Bitte werten Sie mit Ihrem Kind zuerst das Positive aus und loben Sie Ihr Kind dafür. Wir haben in unserer Schule keine Versager, sondern nur Lernende mit Reserven. Am wichtigsten ist es, wie ein Kind mit sich selbst umgeht. Und da steht an erster Stelle, dass man an sich glaubt. Das ist auch die Basis für positive Veränderungen.

Die Personalversorgung im Land Sachsen/Anhalt ist für die Schulen nur ausreichend. Bei dem positiven Ereignis Schwangerschaft entstehen sofort Probleme, da kurzfristig keine Vertretung zu bekommen ist. Viele Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule leisten unbezahlte Vertretungsstunden weit über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus. Zum 2. Halbjahr wird es einige Veränderungen in der Stundentafel und in der Lehrerbesetzung geben, da in unserer Schule Frau Thomas (Mat/Wir) ihre Arbeit aufnehmen wird. Gleichzeitig freut es uns auch sehr, dass sich mit der der Einstellung der Pädagogischen Mitarbeiterin Frau Vogel die Betreuung im Ganztag verbessern wird.

Helmut Thiel
Schulleiter


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